19 – Komm ans Fenster

Es liegt nicht in meinen Händen, doch ich verspreche Dir,
ich bewach’ dein Bett, du kannst jetzt schlafen, relax mit mir.
Komm ans Fenster Schwester, Bruder spreiz’ deine Flügel weit,
ich will dass Du mir wilde Bisons auf den Hügeln zeigst.
Zeig’ mir große Bäume, wilde Flüsse und weite Felder,
die warme Luft trägt uns auf vertrauten Händen weich wie Eltern.
Es wär’ mir eine Ehre, dich auf deinem Flug begleiten,
komm’ wir lachen die Angst auf, bereit wenn du bereit bist.
Ich weis, wie du dich fühlst, Bruder ich hör deinen hohlen Schrei,
ich weis nicht wie es aussieht, vertrau mir es wird was großes sein.
Nein, tu’s nicht weg, glaub mir geh’ mitten rein,
lass dich fallen, du fällst in 10 Milliarden Kissen weich.
In 1.000 Millionen Daunen, Decken und Turnermatten,
100.000 Wollbetten, eine Billionen Luftmatrazen.
Das sind hier keine Sprüche und Floskeln, ich blute mit dir,
weiche Wahrheit rieselt dir auf die Stirn, sei das gute mit dir.

[Chorus 4x]
Komm ans Fenster, wenn die Sonne Scheint.

Komm wir halten nix fest, wir brauchen keine Statuen,
Bruder komm wir springen in die Wolken, wie Carl Lewis.
Wir können los lassen, und fragen, nicht laufen,
wieso bunte Landschaft fliegen an uns vorbei wie’ Daumenkino.
Wir kommen an das Fenster, weil die Sonne scheint,
auch wenn der Himmel grau ist, Bruder die Sonne scheint.
Fühl’ mich geliebt, und entfesselt, als ob wir Freigang hätten,
wir spielen Fußball und verschütten Cola auf der Eingangstreppe.
Du wirst gerettet, sag’ einfach ja und du hasst nie wieder,
du greifst dir den schönsten Fisch aus dem Bach und atmest Flieder.
Nur ein neuer Blickwinkel, wie ein Astronaut mit neun,
diese bunte Kugel wirkt auf dich wie ein vertrauter Freund.
Heimaturgefühl, lass’ dich treiben durch die warme Strömung,
wir steuern den Hafen an, Gott sei Dank wartet da Versöhnung.
Bruder, festgefahrenes Eisen kann die Sonne ändern,
das hier ist nicht irgendein Lied, meine Schwester komm ans Fenster.

[Chorus 4x]
Komm ans Fenster, wenn die Sonne Scheint.