19 – Schrei

Ich begrüße Dich, Hallo, fühlst Du Dich wohl da im düsteren,
ich entführ’ Deine Psyche, fühl’ Dich belohnt und beflügelt.
Dieses Lied behandelt die Welt, Geld, Pelz und den Handel,
Shell und den Mangel in der dritten Welt, die Welt ist im Wandel.
Nicht das alles früher alles besser gewesen wäre,
doch deren Affären,
verjähren und man kann keine Särge bekehren,
deswegen richte ich meinen Blick auf gegebene Herde,
trotz sauren Regens und Erdbeben,
haben wir ‘ne lebende Erde.
Doch anstatt für unseren Erben,
die Atmosphäre zu bergen,
schütten wir Berge an Öl und Teer,
in die Meere
und sterben an jenen Giften, die gären,
aus diesen sinkenden Särgen,
unsere Kids lieben Käpten Iglo,
doch von Fischen ernähren sich nicht nur,
schüchterne ???,
weit hinter den Bergen,
???
???
???
sie sammelt Pilze und Scherben,
weit auf den Feldern von Tschernobyl
es ist sinnlos und mühsam,
hört sich kitschig und leer an.
Tausendfach schon gesagt,
doch ich gib ‘nen Fick und mach mehr Lärm, mach mehr Lärm
Die Welt ist Scheiße und der Mensch ist ein Arschloch,
alles wird sicker, stellvertretend zeig ich der Hölle den Ficker.

[Chrous 2x]
Ich sag scheiß drauf, schrei ‘s laut,
deine Welt gibt den Geist auf,
Tod und Blei, Rauch,
Saddam, Aids und Treibhaus,
schrei ‘s raus, schrei ‘s laut
wer sitzt noch auf dem Scheißhaus?
wer sagt scheiß drauf?
Kumpel bleib laut

Politik ist ‘n Puppentheater, mach ‘ne Karriere,
Medien geht’s um Stimmen, und nicht Inhalt sachlich erklären,
schreib ich um fachlich zu lehren, ne, um den Stammtisch zu nähren,
Tony Blair hat ‘ne Affäre, macht’s mit der Nachtsekretären,
18 und fastende Lehre (???),
kann man auf’s Schlachten verscherbeln,
ist bis um acht, dann im Stern drin,
sag Cheese und lach in die Digicam, aha
kann der Kameramann mal draußen noch was nachsehen,
schieß, wenn Du sie nackt im Gras siehst,
spanne dann mit der Kamera, Paparazzi
Das Fazit ist, ist Klarsicht,
hast Du eine eigene Ansicht
wenn Du Nachrichten ansiehst,
wenn das ganze Land das Programm sieht,
ist das Land der Stammtisch.
Obwohl die Wahrheit oft nah liegt,
diese sind weit her geholt,
ich fahr’ nicht genug, trage nicht genug,
ich werde ein Star,
ich bade in Blut.
Für manche Selbstverneinung, wie Sekten den Sinn ersetzt(??),
??? sein Schinken im Internet
schön mit Weckmehl und Rinderfett,
RTL hat an den Bildern Rechte,
Schweigen der Lämmer wird zeigen, ob Hannibal Lector dahinter steckt.
Komm schon die Realität ist Grundriss, Stumpfer und Trocken
hängt der Rumpf denn noch am Knochen,
Schwanz eingeschrumpft und am Kochen.
Er ist noch ‘ne Stunde benommen,
von Morphium in der Bong drin.
Hast du die Bunte geschossen,
die Story punktet noch Wochen.
Nach untenhin offen sind die Grenzen der Ethik der Medien,
der Blitz geht nicht, kannst Du in ‘ner Minute später erledigen.
Leben nicht unser Leben,
Leben ‘ne künstliche Freizeit.
Was macht die High Society, Highlife
ich fick diese Geilheit.

[Chrous 2x]

Wer ist der heutige Hitler,
George Bush gehört zu den Schlechten,
wer darf weltweit mit Leidenschaft, das Recht auf Todesstrafe verfechten.
Das ist die Stimmung des Volkes, weil das Volk es doch so wollte.
Das Volk ist ungewollten Erfolges,
wo der Colt noch auf Gold trifft.
Anders kannst Du dich gewöhnen,
der Macht ist schön,
doch was mach der DAX, wenn der Öl schwindet, ja wenn die Achse des Bösen.
Und Saddam ist Satan,
färbt seine Haare mit Napalm.
Scheißt ‘nen Brandsatz auf den Nationalpark
und furzt danach Anthrax.
Versteht mich nicht falsch,
ich versuche dies nicht zu verniedlichen,
viele diebische Kriege hinter Koran oder Bibel.
Friedliche Menschen werden Gespenster,
gelenkt von von den Ängsten,
geschürt von Mächten,
weil ihre Grenzen zu eng sind im Weltbild.
Kämpfen, das Geld bringt,
und im Notfall Sanktionen verhängen.
Was Mohammed erleichtert,
den Block in der Hose zu sprengen.
Beide Seiten sind übel,
mein Rap ist utopisch und blumig,
fast schon romantisch.
Was rund erscheint, ist in echt eckig und kantig.
Dreckig und Schandfleck,
für alle die im Amt sind und dran sind.
Was sind denn neue Wahlen im Landstrich,
nur neuer Anstrich des Wahnsinns.
Gar nichts ändert sich.
Mal sind die oben, mal diese, dann mal jene,
Nihilismus wär’ zu gefällig ich zeig Hitler die Zähne.

[Chrous 2x]